Abschluss auf dem Saunafloss – Rückblick auf die Passage 2025/26

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Über einen Jahreszyklus hinweg entstand ein gemeinsamer Erfahrungsraum für Frauen, die sich mit Übergängen dieser Lebensphase beschäftigen wollten – darunter Reife, Wechseljahre und Menopause, würdig älter werden, Älteste sein sowie Abschied und Sterben.

Die Passage war als offenes, nicht-seminarhaftes Format angelegt. Im Mittelpunkt stand das gemeinsame Unterwegssein in verschiedenen Naturräumen, als Möglichkeit, wahrzunehmen, sich auszutauschen, Neues auszuprobieren und eigene Fragen im Gehen und Kontakt zu bewegen.

Im Verlauf des Jahres führten die einzelnen Passagen durch unterschiedliche Landschaften und Jahreszeiten: im Frühling an die Havel, im Sommer mit Menschen zwischen allen Alters und Generationen auf einem Traditions-Segelschiff über die Ostsee. Im Herbst war eine pilgernde Reise in den südlichen Alpen geplant und im Winter zum Innehalten und Überwintern in einer Berghütte im tschechischen Riesengebirge.

Es gab Frauen, die den gesamten Jahreszyklus teilgenommen haben, ebenso wie Frauen, die an einzelnen Abschnitten dabei warn. Beide Formen der Beteiligung waren ausdrücklich möglich und wurden als bereichernd erlebt.

Uns als Leitung wurde im Laufe des Prozesses deutlich, dass dieser Jahreszyklus in seiner Tiefe und Dichte viel Aufmerksamkeit und Präsenz erfordert. Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschieden, eine geplante Wanderung im Herbst für externe Teilnehmende abzusagen und für uns in Klausur zu gehen.

Zum Abschluss des Jahres haben wir alle Frauen, die Lust und Zeit hatten, zu einem gemeinsamen Treffen auf einem Sauna-Floß eingeladen. Wir konnten einen tiefen Austausch, Rückblick und ein gemeinsames Resümieren der Erfahrungen miteinander teilen.

Lebensschule Ost Saunafloss Frauen draußen Lebensübergänge Foto Ilan Anita Hunke
Lebensschule Ost Saunafloss Frauen draußen Lebensübergänge Foto Ilan Anita Hunke
Lebensschule Ost Saunafloss Frauen draußen Lebensübergänge Foto Ilan Anita Hunke

Die in der Passage gemachten Erfahrungen wirken weiter und fließen in unsere zukünftige Arbeit ein. Wir möchten auch weiterhin auf diese Weise mit Menschen in Kontakt und unterwegs sein. Gleichzeitig gibt es den Wunsch von uns leitenden Frauen, Verantwortung stärker zu teilen und kommende Vorhaben gemeinsam mit den Teilnehmenden zu gestalten.